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Historie der Kirche
Pfarrer von Claußnitz
Daniel Gottlob Türk
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Nach den Feststellungen verschiedener Heimatforscher kann angenommen werden, dass die Kirche etwa um das Jahr 1200 erbaut worden ist und dass die Gründung des Gotteshauses auf Veranlassung des Klosters Zschillen (Wechselburg) erfolgte. Erstmalig wird die Kirche in einer Urkunde von 1277 erwähnt. Das Kloster Zschillen wurde im Jahre 1168 durch Dedo von Wettin, einem Bruder des Marktgrafen von Meißen, Otto dem Reichen, gegründet. So wird die Claußnitzer Kirche Lehnkirche der Zschillner Probstei gewesen sein. Verschiedene der ältesten Lehnkirchen der Probstei Zschillen, darunter auch Claußnitz, werden in einer zu Avigon am 22. April 1362 ausgestellten Urkunde genannt. In dieser Urkunde publiziert Johannes de Silvis als päpstlicher Exekutor eine gegen den Abt Johannes von Chemnitz ergangene Bulle vom 27. März 1362 und trifft Anordnungen, "Da die Pfarrer dieser Kirche die Bulle bekannt geben und deren Befolg sorgen sollte". Unsere Kirchenbücher reichen lückenlos bis zum Jahre 1567 zurück. Dies haben wir dem Pfarrer Georg Geisler zu verdanken, der während des 30jährigen Krieges mehrfach die Bücher dem Zugriff der plündernden Soldaten entzog. Er brachte sie nach Mittweida in Sicherheit. Auf einem dieser gefährlichen Wege wurde er überfallen und so geschlagen, dass er an den Folgen dieser Misshandlungen in Mittweida Sonnabend vor Palmarum 1641 im Alter von 64 Jahren verstarb. Es konnte ihm erst 14 Tage später in Claußnitz die Leichenpredigt gehalten werden. Seine dankbare Gemeinde setzte ihm einen Gedenkstein, der jetzt in der Taufpforte der Kirche steht. Dort befindet sich auch noch eine wertvolle Truhe aus dieser Zeit. Sie ist aus einem Stück gearbeitet (ein ausgehöhlter Baumstamm) und wiegt etwa 5 bis 6 Zentner. Die Einführung der Reformation fand in Claußnitz 1539 statt. Unser Gotteshaus ist von außem gesehen, eine spätgotische Kirche mit noch einzelnen romanischen Elementen, wie z.B. das Südportal sowie der Aufbau von Gemeindeschiff und Chorraum. Große bauliche Veränderungen gab es im Inneren in der Zeit des Spätklassizismus Mitte des 19. Jahrhunderts. Sämtliche Einbauten, wie Emporen, Logen, Bänke wurden ausgewechselt, die Fenster im Chorraum und am Westgiebel erweitert, die Giebelwand zwischen Chor und Schiff und die stützenden Pfeilern für Turm und Dach abgebrochen und dem Kirchenraum durch einen weißen und goldenen Anstrich ein festliches Aussehen gegeben. Diese farbliche Fassung wurde in der umfassenden Renovierung von 2007/2008 und 2011 wieder hervorgeholt. Bereits 2003 wurde die Jehmlich-Orgel mit großem Erfolg auf ihre ursprüngliche Stimmung von 1920 zurückgebaut. Sie besitzt ein bespielbares Fern- oder Echowerk. Zurzeit bereiten wir die Erneuerung der Glockenanlage vor. Die älteste Glocke stammt von 1569.

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